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Neues Leben |
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Auf dieser Seite erfahren Sie alles über die Entstehung neuen Lebens, bis der Welpe unser Haus verlassen kann und zu seiner neuen Familie kommt. |
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| Nachdem ein Wurf lange und sorgfältig geplant wurde, warten wir auf die Läufigkeit der Hündin, die nun Mama werden soll. Da unsere Hunde alle zusammen im Rudel leben, wird genauestens kontrolliert, wann die Blutung der Hündin einsetzt. Wenn es dann soweit ist, wird sie aus dem Rudel genommen, damit wir sicher sein können, dass nur der von uns geplante Rüde Vater des Wurfes wird. An den folgenden ca. 12 Tagen lebt die Hündin überwiegend mit anderen Damen des Rudels und hat den Vorteil, besonders das Wohnzimmer ausgiebig nutzen zu dürfen. Die Collieherren dürfen dieses nun nicht mehr betreten. Wie im Hochsicherheitstrackt wird die Wohnzimmertür verschlossen, wenn wir den Raum verlassen, damit sich keiner zu der Hündin verirren kann. Natürlich riechen die Rüden meilenweit, dass sich der Zeitpunkt des Zeugens nähert, da hilft keine Tür. Wenn unsere Herren dann kaum noch fressen wollen und nachts wie ein Wolf zu heulen beginnen, dann ist es sicher, dass die Hündin nun bald den von uns Auserwählten empfangen möchte. Da der für die Hündin passende Rüde aber oft auch Hunderte von Kilometern entfernt lebt, kommen unsere eigenen Herren manchmal ja gar nicht zum Zuge, was mit bitterbösen bis schmachtenden Blicken sowie lautem Gebell gerächt wird. Es scheint als wollten sie uns sagen: „ Es wird Zeit, warum machst du nicht diese Tür auf!“ Denn sie haben nur noch ein Ziel und das heißt: Neues Leben zeugen. | ![]() |
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Wenn dann die Hündin dieses neue Leben empfangen hat und die Rüden sich wieder beruhigt haben, beginnt die Zeit des Wartens. Um der werdenden Mama viel Ruhe zu ermöglichen, darf sie weiterhin das Wohnzimmer bewohnen, sie genießt es, auf dem Sofa zu dösen und freut sich über die vermehrten Streicheleinheiten der Familienmitglieder. Nun gibt es auch ganz allein mit Mama und Papa schöne Spaziergänge und vieles mehr. Na ja, Babys zu bekommen ist ja auch etwas ganz Besonderes und unser Mädel soll wissen, dass wir besonders in dieser Zeit ganz für sie da sind. So nach vier Wochen kommt es manchmal vor, dass die werdende Mama kaum noch Appetit hat, sie schläft viel und manchmal wird ihr sogar übel, fast wie bei uns Menschen. Das Gesäuge fängt an, sich zu entwickeln und der Bauch bekommt so langsam seine Rundungen. Nach diesen Zeichen ist es sicher, es wird neues Leben auf der Reimo-Ranch geben und das ist immer wieder wie ein kleines Wunder. |
| Wir fangen nun an, alles für die Geburt der Kleinen vorzubereiten.
So langsam wird die Wurfkiste im Wohnzimmer aufgebaut und schön kuschelig
eingerichtet. Dann kommt die Rotlichtlampe zum Wärmen der Neugeborenen
darüber. Die gute Mammilac Welpenmilch wird besorgt usw. Die werdende
Mutter bekommt besonders energiereiches Futter, damit Mama und Babys optimal
versorgt sind. Eine Woche vor dem errechneten Geburtstermin wird es dann
langsam spannend, ab jetzt schlafen wir unten im Wohnzimmer auf einem
gemütlichen eigens für diese Zeit angeschafften Schlafsofa direkt
neben der Wurfkiste. In dem oben gelegenen Schlafzimmer würden wir
zu wenig über alles wachen können und wir meinen, die Hündin
braucht uns nun in der Nähe, und zwar rund um die Uhr, auch nachts.
Die Temperatur der Hündin wird nun 4 x täglich kontrolliert und
in einer Temperaturkurve vermerkt, so lassen sich Veränderungen nach
unten schnell erkennen, die meistens die bevorstehende Geburt ankündigen.
Sinkt die Temperatur auf unter 37,5°C, wird öfter gemessen und
wir verlassen das Haus nicht mehr, denn wenn die Temperatur weiter sinkt,
ist es sicher, dass es los geht.
Ab dem Temperatur-Tiefpunkt wird es dann sehr spannend. |
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| Nun werden massig ausgekochte alte Laken, eine Waschschüssel,
Seife, Handtücher, kuschelige Babymolltontücher, Taschenlampe,
Halsband und Leine, sterile Schere und Zwirnsfäden, eine Rolle Haushaltspapier,
ein Körbchen mit Heizkissen, sowie Papier und Bleistift, Babywaage,
Geburtsprotokoll und Wiegeliste auf den Tisch geräumt. Ist dann alles
parat, wird die Hündin noch mal ganz in Ruhe gebürstet und das
Gesäuge gewaschen von den langen Haaren im Bereich der Zitzen befreit,
da sich in denen die Welpen leicht verfangen können. Es soll ja alles
für die Babys schön sauber sein. Nun wird die Wurfkiste, in der
die Hündin schon seit Tagen schläft, geputzt und neu ausgelegt
und dann kehrt absolute Ruhe ein. Zusammen mit der Hündin liegen wir
auf dem Bett und ruhen uns gemeinsam vor dem großen Ereignis noch
einmal aus. Diese Stunden liebe ich besonders, ich kuschele mit meinem
Mädel und genieße das Vertrauen und die tiefe Bindung zu ihr
ganz bewusst.
Unsere Hündinnen werfen meistens in der Nacht, wenn alles ganz ruhig ist und die Meute schläft. Meistens werden wir wach von dem Gehechel der Hündin - das ist das Zeichen, dass sich die Babys auf den Weg ins Leben machen. Dann beginnt die Hündin in der Wurfkiste zu scharren, läuft hin und her und will dauernd raus, um Kot abzusetzen. In der Nacht heißt es dann Leine, Halsband und Taschenlampe damit sie sich in der Dunkelheit nicht zu weit entfernt und evtl. ein Welpe schon draußen verloren geht. Schnell will sie dann wieder ins Haus an Ihren sicheren ungestörten Platz, denn sie spürt, dass der erste Welpe nun bald das Licht der Welt erblickt. Die Hündin mag es nun gar nicht mehr, wenn ich mich aus ihrer Nähe entferne, ich soll nun streicheln und bei ihr sein. Irgendwann nach vielen Stunden hört die „Rennerei“ auf und das Hecheln ist auf dem Höhepunkt, dann beginnt die Hündin das erste Mal zu pressen. Zu diesem Zeitpunkt zittere ich jedes Mal aufs neue und presse unwillkürlich mit ihr. Dann ist es soweit......... |
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Das erste neue Leben auf der Reimo-Ranch ist geboren. Wir sind immer wieder sehr glücklich, wenn der erste Welpe gesund und munter bei Mama an der Zitze liegt. Manchmal geht es ganz schnell und manchmal dauert es Stunden bis der letzte Welpe das Licht der Welt dann auch erblickt hat. Wenn die Welpen schnell aufeinander kommen, schafft die Hündin es nicht immer, alle Welpen von der Fruchthülle zu befreien, sie abzunabeln und trocken zu putzen. Dann greife ich helfend ein. Ich nehme den Welpen und nachdem ich die Fruchthülle entfernt habe, wird er abgenabelt. Nun trockne ich ihn liebevoll mit einem Babymolltontuch ab, dann kommt er zur Mama, die inzwischen aus dem Augenwinkel genau beobachtet hat, ob ich auch alles richtig mache. Zusammen sind wir aber ein gutes Team und die Hündinnen haben da auch sehr großes Vertrauen. Wir dürfen die Welpen wiegen, sie aus der Wurfkiste nehmen, wenn diese nach der Geburt gesäubert wird und mit einem frischen Vedbed ausgelegt wird. Ist die Geburt dann abgeschlossen, wird die Hündin ins Freie gelassen, um sich zu entleeren. Anschließend wird sie gewaschen, um Blut, Fruchtwasser etc. zu entfernen. Dann gibt es eine üppige Mahlzeit, damit sich die Gute stärken kann. Die Welpen liegen unter dem Infrarotstrahler in der sauberen Wurfkiste, dann legt Mama sich dazu und nun kehrt Ruhe ein. Nun wird tief geschlafen, um sich von dem großen Ereignis zu erholen. Ich wasche dann die vielen Bettücher, schreibe das Geburtsprotokoll und lege die Gewichtstabelle an. Geschafft, aber sehr glücklich gehe dann auch ich endlich schlafen. | |
| In den nächsten Wochen werden die Welpen nun täglich
auf einer grammgenauen Waage gewogen, damit wir sicher sein können,
dass die Kleinen auch genug Milch von Mama bekommen. Die Wurfkiste wird
täglich mit einem frischen Vedbed ausgelegt, damit die Babys immer
schön trocken liegen. Bevor wir die Welpen zum Wiegen oder Kuscheln
anfassen, sterilisieren wir vorsichtshalber die Hände, damit Infektionen
keine Chance bekommen. Natürlich wird die Mama nun ganz besonders
gut ernährt, ihr Gesäuge wird mehrfach täglich kontrolliert
und gepflegt, damit es sich nicht entzündet. Sorgfalt ist in dieser
Zeit sehr wichtig! Im Alter von 14 Tagen, meist sind die Äuglein schon
offen und die Kleinen blinzeln vergnügt in die Welt, wird dann die
erste Wurmkur fällig, die in regelmäßigen Abständen
wiederholt wird.
Wenn dann die Zeit gekommen ist, in der schon mal über den Rand der Wurfkiste geschnuppert wird, ziehen die Kleinen mit Mama um ins Welpenzimmer. Dort ist die Wurfkiste offen und der Raum ist mit Zeitungen ausgelegt. Langsam kommt dann einer nach dem anderen aus der Kiste und erkundet, was es denn so alles zu entdecken gibt. Sind sie dann aber müde, geht es schnell zurück in die Kiste, da ist ja alles so schön vertraut und man fühlt sich sicher. Der nächste Schritt in die große Welt heißt „Welpenauslauf“. Über eine Rampe die vom Welpenzimmer direkt nach draußen in den Garten führt, können die Kleinen das Leben draußen erkunden. Dort gibt es viel Spielzeug, tolle Kaustangen, große Tunnel, in denen man sich prima verstecken kann, um die mühsam erkämpfte Kaustange vor den anderen zu retten, Gras und Buddelspaß. Eben alles, was ein Welpe so braucht, um sich gesund zu entwickeln.. |
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Nun wird gelernt, dass man seine Geschäftchen draußen verrichtet, und dass das Wetter ganz schön unterschiedlich sein kann. Doch wenn es dann regnet, flitzen die Kleinen lieber schnell ins Welpenzimmer und dösen mit Mutti bis die Sonne wieder lacht. Inzwischen gibt es natürlich schon was Richtiges zu beißen, denn man ist ja nun schon groß, was man in kleinen Rangkämpfen mit den Geschwistern auch schon mal unter Beweis stellt. Abwechselnd dürfen die Kleinen dann mit in die Küche, um zu entdecken, was es da so Schönes gibt und warum es da oft so gut riecht. Mit acht Wochen ist dann die erste Impfung dran und da kann man dann auch gleich lernen, wie das mit dem Auto fahren so ist, denn man will ja später mit seiner Familie auch verreisen, darum kann man ja nicht früh genug damit anfangen. Später wird das ganze dann wiederholt, indem wir die Kleinen abwechselnd immer wieder zum Brötchen holen oder so mitnehmen. Es kommen auch immer wieder erwachsene Hunde in den Welpenauslauf, damit die Kleinen lernen, dass man sich z. B. beim großen Onkel nicht soviel erlauben kann wie bei Mama. |
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| Dann ist es bald soweit: Nachdem wir alles getan haben um den Welpen einen guten Start ins Leben zu ermöglichen, heißt es nun bald Abschied nehmen. Wir suchen nun nach liebvollen, verantwortungsbewussten Menschen, die ihr Leben mit einem unserer Kleinen teilen wollen. Es tut immer wieder weh, wenn die Welpen uns dann verlassen und der Welpenauslauf nur noch durch Buddelkrater an sie erinnert, aber wenn dann die Anrufe, Bilder und Besuche von den neuen Besitzern kommen, die glücklich und zufrieden von ihren Lieblingen erzählen, dann ist das für uns der schönste Lohn. Besonders freuen wir uns, wenn wir die Kleinen eines Tages als glücklichen erwachsenen Hund mit seiner Familie wieder sehen und der Kontakt bestehen bleibt. | ||